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Adobe Flash, früher Macromedia Flash, ist eine proprietäre Entwicklungsumgebung. Sie eignet sich zur Erstellung multimedialer Inhalte, kann also beispielsweise Text, Graphik, Bild und Ton enthalten. Ausgabeformat ist SWF (Shockwave Flash), ein Graphik- und Animationsformat, das auf Vektorgraphiken basiert. Zum Abspielen solcher Dateien wird der Adobe Flash Player benötigt, der als Webbrowser-Plugin unter Windows, Mac OS X und Linux (nur für i386-kompatible Prozessoren) kostenlos verfügbar ist.

 

GIF-Animationen werden wegen ihrer Beschränkung auf 256 Farben nicht mehr oft verwendet, zumal Flash auch Ton transportieren und einen herkömmlichen Multimediaplayer ersetzen kann. Flash ist im Web zunehmend anzutreffen, entweder als komplette Flash-Seite, als Steuerungsmenü oder nur als animiertes Werbebanner. Seit der Version 4.0 ist Flash durch ActionScript erweitert worden und erlaubt die Realisierung komplexer Websites bzw. browserbasierter Anwendungen. Durch die Kombination von Programmierung und Animation eignet sich Flash besonders dazu, komplexe Zusammenhänge interaktiv begreifbar zu machen. Dieses Potenzial kann durch die Integration von Audio- und Video-Dateien noch weiter verstärkt werden. So genannte Preloader bewirken eine Zwischenspeicherung der oft größeren Datenvolumina. Möglich ist jedoch auch die Umsetzung von Seiten und Inhalten per Streaming, die bei kleinen Bandbreiten starten, ohne deutliche Lade- bzw. Wartezeiten zu verursachen.

 

Durch ActionScript lassen sich unter anderem Online-Spiele, multimediale CD-ROMs oder DVD-ROMs realisieren. Blu-ray Discs reichen in ihrer Kapazität sogar noch weit über diese Datenträger hinaus. Multimediale Tutorials können in Flash besonders gut umgesetzt werden, sind in der Regel kleiner als herkömmliche Videoformate und eignen sich bestens zur Präsentation neuer Methoden und Funktionen. Für vektorisierte Animationen im Web ist Flash derzeit ohne rechte Alternative.

 

Als Hürde erweist sich Flash bei barrierefreien Webseiten, doch bietet Flash durchaus Optionen, barrierefreie Inhalte zu erstellen. Die Kompatibilität zu textbasierten Browsern wurde seit der Version 2004 MX stark verbessert, Optionen für eine bessere Suchmaschinen-Indizierung sind gegeben. Textinhalte werden jedoch meist über eine XML-Datei geladen, um sie den Suchmaschinen-Robotern zur Verfügung zu stellen. Das wahre Potenzial von Flash wird jedoch nach wie vor von sehr wenigen Webseiten ausgeschöpft. Durch die Version Flash CS3 werden erstmals Importe aus Adobe Illustrator und Adobe Photoshop möglich.

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